Bausparen, Bausparvertrag



Die Palette an Möglichkeiten, sich den Traum vom eigenen Heim zu erfüllen, ist relativ groß. Glaubt man den verschiedenen Angeboten auf dem Markt, so scheinen die Möglichkeiten sogar unendlich. Eine Eingabe mit dem Wort "Baufinanzierung" in einer Suchmaschine im Internet ergibt über zwei Millionen Ergebnisse. Doch bei Licht betrachtet sind so manche Angebote nur mit viel Vorsicht zu genießen. Ein bisher sehr beliebtes Lockmittel verschiedener Bauträger war die komplette Finanzierung bis zur Schlüssel-Übergabe. Die Banken- oder besser Hypothekenkrise der letzten Zeit hat diesen Markt aber sehr zusammen schrumpfen lassen. Eine Hundert Prozent Finanzierung sollte nur dann in Betracht gezogen werden, wenn das Einkommen entsprechend Hoch und Sicher ist.

Bleibt letztendlich das gute alte Bausparen. In der Regel sollte man von mindestens zwanzig Prozent Eigenkapital ausgehen, um für die Finanzierung des Hausbaus oder Kauf von der Darlehensgebenden Bank vernünftige Konditionen zu erhalten. Je höher der Eigenanteil, umso besser die Zinskonditionen. Die anfängliche monatliche Zinslast ist der Hauptfaktor für das nachträgliche Scheitern des Bauvorhabens.
Doch welcher Bausparvertrag ergibt die besten Ergebnisse? Gibt es Möglichkeiten, vom Arbeitgeber Unterstützung zu erhalten? Wie ist das mit dem Riester-Bausparen? Fester oder variabler Zins, oder eine Mischung aus Beidem? Die optimale Nutzung der Möglichkeiten des Bausparens ist nicht einfach und hängt auch mit der persönlichen Situation zusammen. Eventuelle vermögenswirksame Leistungen des Arbeitgebers können direkt in den Bausparvertrag eingebunden werden. Dazu kommt die Wohnungsbauprämie und, vorausgesetzt ein bestimmtes jährliches Einkommen wird nicht überschritten, die Arbeitnehmersparzulage. Dann gibt es noch die Eigenheimzulage vom Staat, die allerdings nicht gewährt wird, wenn das Eigenheim geerbt oder verschenkt wurde.

Seit dem 1.1.2008 ist es auch möglich, einen Riester-Bausparvertrag abzuschließen. Das so genannte Wohn-Riester hat einige Vorteile, so ist der höchst mögliche geförderte jährliche Betrag von zweitausendeinhundert Euro steuerlich absetzbar und eigene Kinder erhöhen die Zulage. Nachteil des Wohn-Riester sind die ausschließliche Bindung an den Bau, Kauf und Tilgung eines Hauses. Ein Umbau oder eine Immobilie im Ausland werden nicht gefördert.

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Ein weiterer wichtiger Punkt beim Bausparen ist die Zinsbindung. Natürlich währe es Ideal, in Zeiten niedriger Zinssätze ein langfristiges Darlehen mit festem Zinssatz aufzunehmen. Wenn dies der Fall ist, sollte man aber genau ausrechnen, wie viel Luft bei den monatlichen Raten nach Oben bleibt. Denn eine niedrige monatliche Belastung lässt einem zwar mehr Spielraum für eventuelle Überraschungen, streckt aber auch den Ratenplan. Der Unterschied zwischen ein oder zwei Prozent macht letztendlich zehn bis zwölf Jahre längere Tilgungszeit aus.

Dann gibt es natürlich noch die Muskelhypothek. Die Eigenleistungen als Handwerker können in den Finanzierungsplan mit eingerechnet werden. Ein Elektriker, der dieses Gewerke selbständig in seinem Eigenheim ausführen kann, hat schon mal einen dicken Bonus. Das Ziel, ein Eigenheim zu Bauen oder zu Kaufen, um damit die Zukunft abzusichern, ist über einem gesetzlich geförderten Bausparvertrag am sichersten zu erreichen. Es gilt wie überall im Leben, sich einfach nicht zu übernehmen.

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