Staatliche Förderungen, Förderungen Bauen



Wer vor einigen Jahren ein Eigenheim errichtete, kam noch in den Genuss der staatlichen Förderung in Form der Eigenheimzulage, die gerade für kinderreiche Familien einen ansehnlichen Teil der Gesamtbaukosten betrug. Nachdem es nun die Eigenheimzulage nicht mehr gibt, muss man sich Gedanken machen, welche staatlichen Förderungen einem jetzt zustehen. Förderungen gibt es momentan vor allem auf baulichen Maßnahmen, die sich an den Umweltschutz richten und diese Baumaßnahmen entsprechend in den Bau mit einfließen. Diese Förderungen fürs Bauen werden von der Kreditanstalt für Wiederaufbau, kurz KfW, gewährt. Dabei handelt es sich um Zuschüsse oder zinsgünstige Darlehen. Der Bau-Zinssatz einer Bank liegt im Durchschnitt bei ca. 3,8 Prozent. Kredite der KfW sind dagegen schon ab etwa 2,5 Prozent aufzunehmen. Ein weiterer Vorteil stellt dabei dar, dass Zuschüsse völlig einkommensunabhängig gewährt werden. Jeder hat somit die gleichen Ansprüche. Anträge sind über die normalen Banken und Kreditinstitute zu stellen.

KfW-Wohneigentumsprogramm
Die KfW bietet verschiedene Förderungen im Bereich Bauen an. So zum Beispiel das „KfW-Wohneigentumsprogramm“. Die Förderung gilt für alle Bauten und unterliegt keine besonderen Richtlinien oder Bestimmungen.

Energieeffizientes Bauen
Ein anderes Förderprogramm nennt sich „Energieeffizientes Bauen“. Anspruch hat, wer bauliche Maßnahme wie z. B. eine nach vorgeschriebenen Bestimmungen angebrachte Wärmedämmung. Im Vordergrund stehen also hier die sog. Passivhäuser. Das Darlehen aus dieser Bauförderung kann bis zu 100 Prozent in Höhe der Gesamtkosten beantragt werden wobei die maximale Kreditlaufzeit 30 Jahre beträgt. Wie bei jedem anderen Baudarlehen gibt es auch Zinsfestschreibungen (hier für die ersten zehn Jahre) die anschließend variabel gewählt werden können.

Wird ein hoher Betrag als Darlehen angefordert, ist zu beachten dass das Geld innerhalb von drei Monaten nach Auszahlung für den angegeben Bedarf auch verwendet werden muss. Ansonsten gibt es Zinsnachschläge. Das kann unter anderem während der Bauphase aber zu Schwierigkeiten führen da nicht innerhalb dieser kurzen Zeit sämtliche Kosten entstehen. Um Probleme zu vermeiden sollte man die Möglichkeit nutzen den Gesamtbetrag zu splitten und in Teilbeträgen auszahlen zu lassen. Tilgungsengpässe kann man durch sog. tilgungsfreie Jahre überbrücken. Hier ist aber zu beachten, dass sich diese nach der Kreditlaufzeit richten. Sollte man die Möglichkeit haben kann man das Darlehen sogar als Gesamtbetrag vor Ablauf des Vertrages zurückzahlen.

KfW-Programm Erneuerbare Energien
Ein weiteres Programm zur Förderung baulicher Maßnahmen nennt sich „KfW-Programm Erneuerbare Energien“. Wiederum wird hier auf Bauen nach ökologischen Gesichtspunkten Wert gelegt und richtet sich auf die Förderungen von Solaranlagen, Photovoltaik und den Einbau effizienter Wärmepumpen. Aber auch der Einbau einer Heizanlage aus erneuerbaren Brennstoffen (Pellets, Holz, Hackschnitzel) wird gefördert. Auch die Entscheidung für eine Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlage ist von Vorteil. Hierbei wird neben Heizwärme zugleich auch noch Strom erzeugt.

Zuschüsse vom Staat
Für energiesparende Maßnahmen werden zudem Zuschüsse vom Bund gewährt. Eine staatliche Förderung erhält, wer Solarkollektoren anbringt, die oben genannte Wärmepumpe verwendet, oder Biomasseanlagen errichtet. Sind Solaranlagen oder Biomasseanlagen besonders effizient in der Energiegewinnung gibt es sogar noch mal einen Bonus oben drauf.

(Stand 11/2009)

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